"Papier soll nicht aus den letzten Urwäldern stammen", diesen Satz können viel unterschreiben. Und damit man selber kontrollieren kann wo das gerade zu kaufende Papier herkommt, gibt es Siegel die einem das verraten sollen.
Dummerweise gibt es aber auch Hersteller, die gerne mit möglichst viel Gewinn Papier verkaufen wollen, sich also für ihr Papier Fantasiesiegel ausdenken und damit ein ziemliches Wirrwarr fabriziert haben. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wer darauf achtet, dass der Blaue Engel auf dem Papier ist liegt immer richtig.
Der Vollständigkeit halber gibt es hier eine Übersicht über alle Siegel:
- Der "Blaue Engel" zeichnet Papier aus, was zu 100% Recyclingpapier ist. Das Umweltzeichen setzt strenge Richtlinien für den Produktionsprozess fest und gewährleistet höchste Standards bzgl. einwandfreier Praxistauglichkeit bei Bürpopapieren. Entfärbung oder chlorfreie Bleichung ist hier gestattet.
- "Okopa", "vup" und "ap" garantieren original Umweltschutzpapier. 100% Altpapier, minimalste Entfärbung oder Bleichung, strenge ökologische Richtlinien für den Produktionsprozess.
- Wer meint, dringend Frischfaserpapier zu brauchen, kann auf Papier mit Frischfasern aus ökologischer Waldwirtschaft zurückgreifen - erkennbar am fsc-Siegel mit dem fsc-Baum.
Irreführende Ettiketten:
- "Holzfreies Papier"
- "Chlorfrei gebleichtes Papier"
- "Weltpark Tropenwald - Kein Zellstoff aus den Tropen"
- "EU-Blume"
- "Nordic environmental Label"
- "PEFC"
- "Eugropa"
Diese Siegel bieten keinen Urwaldschutz. Sie alle können Holz aus dem Raubbau an unseren letzten Urwäldern enthalten.
"Holzfreies Papier" bedeutet z.B. nur, dass keine als solche erkennbaren Holzstücke im Papier sind und das "Weltpark Tropenwaldsiegel" garantiert keinen Zellstoff aus den Tropen zu enthalten, wo Zellstoff aber sowieso meist nicht herkommt, unser Frischfaserpapier stammt meist aus den nordischen, den borealen Urwäldern...
