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Indien und China, ein gespaltenes Bild. 2,3 Milliarden Menschen, ein Wirtschaftswachstum von 7-10% pro Jahr, eine rasch wachsende Mittelklasse mit Konsumwünschen wie in Europa, aber auch viele hundert Millionen, die in tiefster Armut leben. Energiebedarf und Emissionen steigen rapide: Jede Woche geht in China ein Kohlekraftwerk von 1000 MW ans Netz. Gleichzeitig werden aber auch andere Wege erprobt, die viele der etablierten Industriestaaten hinter sich lassen. So hat sich China ehrgeizige Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt und Verbrauchsstandards für Autos erlassen, die strikter als beispielsweise die der USA sind. Und nicht zu vergessen: die Pro-Kopf-Emissionen in diesen Ländern sind immer noch nur ein Bruchteil der Emissionen in den Industrieländern.
Eine gewaltige Herausforderung. Die Bekämpfung der immer noch enormen Armut in diesen Ländern wird ein weiteres Wachstum des Energieverbrauchs mit sich bringen. Wie kann er gedeckt werden, ohne das Klima endgültig zu ruinieren? Welche Potentiale haben hier Energieeffizienz und erneuerbare Energien? Wo bestehen schon positive Ansätze, und was muss noch getan werden, um einen nachhaltigen Energiepfad für Indien und China zu entwickeln? Welche Rolle kann dabei Europa spielen?
Darüber diskutierten Ailun Yang (Greenpeace China), Barbara Unmüig (HBS) und Carmen Dienst(WI).