Greenpeace gründete 1997 in China ein Büro, genauer gesagt in Hongkong, um den Umweltschutz auch im bevölkerungsreichsten Land der Welt voranzubringen.
Vorangeganen waren einzelne Aktionen, die unter hohem persönlichen Risiko von ausländischen Aktivisten durchgeführt wurden. Die spektakulärste war die Entrollung eines Banners zur nuklearen Abrüstung auf dem Platz des himlischen Frieden im Jahr 1995. Das war die erste öffentliche Aktion auf dem Platz nach den Massakern von 1989 und wurde von Sicherheitskräften auch schon nach nur 45 Sekunden beendet. Es gelang Greenpeace aber die Bilder ausser Landes zu bringen und so erfuhr diese Miniaktion eine ungeahnte Aufmerksamkeit und Sympathie.
Mitlerweile hat sich Greenpeace über Hongkong hinaus in China niedergelassen, es sind momentan 3 Büros mit rund 80 Mitarbeitern. Spenden gibt es fast ausschliesslich aus Hongkong, im Rest von China ist die Arbeit zwar in der Bevölkerung angesehen und es wollen auch viele Ehrenamtlich mitmachen, aber eine Spendenkultur gibt es nicht.
Greenpeace kämpft hauptsächlich gegen Giftstoffe, in China landet viel Müll der westlichen Welt, ausserdem fallen bei der Herstellung der Waren für die westliche Welt imens viele Abfälle an. Natürlich stellt auch der Klimawandel eine massive Bedrohung dar und auch die Gentechnik würde am liebsten ungehindert ihren Siegeszug feiern wollen, weshalb Greenpeace sich massiv dagegen engagiert.
Wie sieht Engagement in China aus? Was ist erlaubt? Was geht gerade noch so an Einmischung in dem kommunistischen System? Zum 10 Geburtstag von Greenpeace China waren der Geschäftsführer Lo Sze Ping und die Klimakampaignerin Ailun Yang in Deutschland und haben Antworten auf diese Fragen gegeben, die hier in einer lockeren Serie veröffentlicht werden. Bis dahin schon mal ein kleines Video zur Einstimmung - viel Spass.
Lad Dir den Flash Player runter um dieses Video zu sehen.

