Sperrfolien sollen den Wannsee schützen
Nachricht vom 7.06.88, 09:51 Uhr von Patrik Löhr


Heute morgen haben Greenpeacer dem Stadtentwicklungssenator Starnick mit einer Sperrfolie symbolisch den Weg zu seinem Büro versperrt. Dabei wurde ihm ein offener Brief überreicht mit der Aufforderung sein unsinniges und teures Sperrfolienprojekt am Wansse aufzugeben.
Greenpeace protestiert damit gegen das Prinzip der Berliner Umweltpolitik, Milionenbeträge für Symptombekämpfung zu verschleudern, statt diese Gelder sinnvoll, in diesem Fall in der Gewässerreinhaltung, auszugeben.
Hintergrund:
Da der Teltowkanal überwiegend aus verschmutzten Abwässern besteht und ca. ein drittel davon ungewollt in den Wannsee gelangt, plant der Senat das schmutzige Wasser an der Hubertusbrücke vor dem Stölpchensee mit einer Folie im Wasser zurückzuhalten. Damit diese 4 Millionen DM teure Projekt nicht den natürlichen Fluss der Gewässer zum erliegen bringt, soll eine Pumpe dafür sorgen, dass das Wannseewasser abfließen kann.