Ein Regenbogen lässt sich nicht versenken!
Nachricht vom 27.10.85, 11:00 Uhr von Patrik Löhr


5 Greenpeacer haben heute die Fassade des Maison de France erklettert, sich an den Fenstergittern festgekettet und ein Banner mit dem Schiff Rainbow Warrior sowie dem Spruch: "You can't sink a rainbow - stop nuclear testing now!" angebracht. Sie machen damit auf die Versenkung der Rainbow Warrior im Hafen von Aukland, Neuseeland aufmerksam. Der französische Geheimdienst sprengte das Schiff in die Luft, ein Greenpeacefotograf kam dabei ums Leben. Greenpeace protestiert im Pazifik gegen die Atomtests der Franzosen, die Schäden an Umwelt und Menschen dort teilweise bewusst in Kauf nehmen. Die französische Regierung erhoffte sich offenbar mit dem Einschüchterungsversuch Greenpeace von den Protesten abzubringen - das Gegenteil ist der Fall: Greenpeace wird erst aufhören zu protestieren wenn der Grund für die Proteste wegfällt, die Versuche sollten sofort eingestellt werden.
Der Konflikt eskalierte in den neunziger Jahren und wuchs sich zu einer breiten Protestbewegung aus. Der Protest entzündete sich an den völlig überflüssigen Atomtests auf dem Mururoaatoll und zwang die französische Regierung schliesslich 1996 dazu einzulenken und die Tests aususetzen.
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