Unsere Arbeitsgruppe engagiert sich für den Erhalt der letzten Urwälder der Erde.

Die Urwälder brauchen Schutz - denn mehr als 80 Prozent der ursprünglichen Waldgebiete unseres Planeten sind bereits zerstört. Jedes Jahr werden weltweit mehr als 150.000 km² Urwald abgeholzt. Das ist alle zwei Sekunden die Fläche eines Fußballfeldes. Durch die Abholzung werden einzigartige Ökosysteme unwiederbringlich zerstört, die für uns alle überlebenswichtig sind.
Wir fordern ein internationales Urwaldschutzgesetz und wirksame nationale Schutzkonzepte für die verbliebenen Urwälder unseres Planeten.
Ziel unserer Arbeit in Berlin ist es, vor Ort einen konkreten Beitrag zum Urwald- und Klimaschutz zu leisten. Wir sammeln Unterschriften für den Urwaldschutz, organisieren Infostände und Ausstellungen und machen mit Aktionen auf die Situation der Urwälder aufmerksam.
2008 haben wir einen Papierratgeber für Berlin entwickelt, der jedes Jahr aktualisiert wird und auf diesen Internetseiten zum Download bereit steht. Besonders möchten wir auch die Verwendung von Recyclingpapier in der Schule fördern, dafür sind wir auf Schul- und Kinderfesten oft präsent.
2009 haben wir uns an einer bundesweiten Tropenholzrecherche beteiligt. Bei unseren Recherchen hatte sich herausgestellt, dass das Berliner Unternehmen "Rahaus" besonders viele Möbel aus unzertifizierten Tropenhölzern führt. Ziel regelmäßiger Aktionen vor den Berliner Filialen war es, Rahaus dazu zu bewegen, beim Einkauf künftig auf FSC-zertifiziertes Holz zu achten.
Im Frühling 2010 haben wir eine landesweit angelegte Palmöl-Kampagne gegen die Urwaldvernichtung in Indonesien unterstützt. Palmöl landet bei uns z.B. in Kosmetika, Lebens- und Haushaltsmitteln, Süssigkeiten und Agro-Sprit. Die Kampagne hat den weltgrössten Lebensmittelkonzern Nestlé nach langem Widerstreben dazu gebracht, die Verträge mit den Urwaldzerstörern zu kündigen.
Interesse geweckt, Tatendrang beflügelt? Neue Mitstreiter/innen sind immer willkommen! Wenn Sie Lust haben, sich mit uns zu engagieren, schauen Sie doch einfach mal beim nächsten Infotreff vorbei!
Die Wald- und Meeresgruppen arbeiten seit Herbst 2003 zusammen. Viele Gruppenmitglieder interessieren sich für beide Themen. Auf diese Weise können wir alle Themenbereiche gut in unseren Treffen gemeinsam bearbeiten.
